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Wappen der Stadt Gnoien Getreidefeld mit Mohn nahe Gnoien Alleenstraße

Entdeckungsreise in die Geschichte


Im Jahre 1257 wird Gnoien erstmals urkundlich genannt. Die Stadt liegt auf einer natürlichen Erhebung im Bogen der Warbel und war von sumpfigem Land umgeben. Nach Ausrottung der Wenden im Zuge der Christianisierung entwickelte sich Gnoien zu einer typischen Handwerkerstadt.

Seit 1331 wird auch die Burg auf der Nordspitze der Stadt urkundlich erwähnt. Um 1350 erreichte die Stadt ihre wohl höchste Blüte. In dieser Zeit wird Gnoien in Urkunden und Verträgen neben Schwaan, Wismar, Schwerin und Rostock gleichberechtigt genannt. Seit 1350 verfügt Gnoien über eigenes Geld und betrieb bis 1623 in der Münzstraße eine eigene Münzwerkstatt.

Aus dem 15. und 16. Jahrhundert ist noch die eigene Gerichtsbarkeit überliefert. Von den Handwerkszünften der Stadt künden noch heute historische Straßennamen. Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt völlig ruiniert, auch der Kirchenschatz wird geraubt. 1659 brennt die Stadt erneut.

Als Gnoien 1710 wiederum, und diesmal völlig, niederbrennt (nur Schulhaus und Kirche bleiben unversehrt), gelang der Wiederaufbau nur noch mit Hilfe und Unterstützung aus dem gesamten Mecklenburg. Erst in friedlich werdender Zeit und mit Zuwendung zur landwirtschaftlichen Produktion erlangt die Stadt bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts wieder bescheidenen Wohlstand.

frühere RathausansichtGnoien bekommt als eine der ersten mecklenburgischen Städte eine Gasanstalt. Es wurden das Amtsgericht, das Krankenhaus und die beiden Schulhäuser errichtet. 1899 konnte das neue Rathaus eingeweiht werden.

1914 brach der 1. Weltkrieg aus, die Arbeit des Friedens wurde je unterbrochen. Der Abschluss des Krieges und die folgende Nachkriegszeit, in der insbesondere das Jahr 1921 durch den Kapp-Putsch ein schweres Jahr gewesen ist, ließen die Stadt nur langsam wieder zu normalem Leben finden.

Die Zeit nach dem 2. Weltkrieg war vorrangig landwirtschaftlich orientiert, die Schaffung der infrastrukturellen Voraussetzungen für das weitere Gedeihen von mittelständischen Betrieben wurde nicht konsequent verfolgt.
Die Stadtentwicklung vollzog sich außerhalb der gewachsenen Stadt, einzelne Vorhaben der Sanierung des historischen Stadtkerns scheiterten am zentralistischen Verteilungsprinzip von Mitteln und Leistungen.

Nach der Wiedervereinigung unseres Vaterlandes ging auch die Entwicklung in Gnoien wieder bergauf. Mit der konsequenten Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen der historischen Altstadt wird es gelingen, die Einmaligkeit Gnoiens zu erhalten und im übrigen Stadtgebiet weiter voranzubringen. Es entstehen in dieser Zeit so stadtbildprägende Gebäude wie das Seniorenzentrum, die Warbel-Sporthalle, das ehemalige Amtsgericht erstrahlt im alten Glanz und das Wohngebiet "Warbelniederung" nimmt Gestalt und Form an.

Im Jahr 2000 schlossen wir die Sanierung des Rathauses ab und begannen und begannen mit der kompletten Sanierung des Marktplatzes als Zentrum unserer Kleinstadt. Wenn wir auch mit einer durchgreifenden Ansiedlung von produzierendem Gewerbe noch Nachholebedarf haben, entwickeln sich unsere mittelständischen Betriebe sowie der Handel, und somit auch unsere Stadt, stetig vorwärts.
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